Pflegehinweise für FFP-Masken mit Kennzeichnung „R“

Besitzt Du eine FFP-Maske mit der Kennzeichnung „R“? Dann findest du hier die passenden Pflegehinweise für deine Maske, kurz und bündig. Denn nur mit der richtigen Desinfektion und Reinigung, ist es möglich den vollständigen Schutz der Maske aufrecht zu erhalten.

Bei mehrmaligen Tragen von FFP-Masken sind folgende Maßnahmen notwendig:

  • Das Absetzen und die Lagerung der FFP-Maske müssen so erfolgen, dass eine Kontaminierung der FFP-Maske bzw. eine Kontaminierung des Gesichtes verhindert wird. Dabei ist vor allem die Innenseite der Maske besonders vorsichtig zu behandeln.
  • Nach dem Absetzen der FFP-Maske sollte diese trocken an der Luft aufbewahrt und nicht in geschlossenen Behältern, wie z.B. Frischhaltebeuteln.
  • Die gebrauchte FFP-Maske ist eindeutig einer Person zuzuordnen und darf nur von dieser getragen werden.
  • FFP-Masken, deren Innenseite möglicherweise mit Viren kontaminiert wurde, sind sofort fachgerecht zu entsorgen. Auch ein Reinigen oder Desinfizieren kann hierbei nicht mehr schützend wirken.
  • Allgemein gilt die Regel, dass nur FFP-Masken, die mit der Kennzeichnung „R“ versehen sind, desinfiziert und gereinigt werden können. Dabei ist vor allem die Innenseite der Maske besonders gründlich zu reinigen.
  • Zudem muss der Ort, an dem die Zwischenlagerung erfolgt, unmittelbar nach Entnahme der FFP-Maske sachgerecht desinfiziert werden. Eine gründliche Desinfektion der Hände vor und nach dem Tragen, sowie vor dem Reinigen der Maske sind ebenfalls sehr wichtig.

Wenn du diese Schritte beachtest, kannst du deine FFP-Maske mehrmals, sorgenfrei verwenden!

Quelle:
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (kvno) (23.03.2020), Wiederverwendung von MNS und FFP-Masken Abgerufen am 11.05.2020, online verfügbar unter: https://www.kvno.de/downloads/newsletter/corona_wiederverwendung_masken.pdf

Mundschutz – ein Begriff, viele Missverständnisse und noch mehr Fragen

Atemschutzmasken, Alltagsmasken, DIY-Masken, Mund-Nasen-Schutz oder doch eine filtrierende Halbmaske? Die Nachfrage der Bevölkerung nach Mund-Nasen-Masken wurde nicht erst seit Einführung der Maskenpflicht in Deutschland stärker. So groß der Wunsch nach Schutz vor Viren durch eine Maske ist, so groß ist auch die Vielfalt, die es auf dem deutschen Markt mittlerweile zu kaufen gibt. Deshalb haben wir eine Übersicht zusammengestellt und möchten damit aufklären, welche Arten von Mundschutz es gibt und wie diese in den Kriterien rund um Eigen- sowie Fremdschutz, Haltbarkeit und Kosten zu bewerten sind. Alle Informationen stammen aus offiziellen Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institut, des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Es gilt, drei Arten von Gesichtsmasken voneinander zu differenzieren:

(1) Mund-Nasen-Bedeckung (MNB), oftmals synonym verwendet mit dem Begriff der Community Maske oder auch Alltagsmaske.

(2) Mund-Nasen-Schutz (MNS), bekannt als klassische OP-Maske.

(3) Atemschutzmasken, auch genannt filtrierende Halbmaske, umgangssprachlich oftmals bezeichnet als FFP-Maske (Filtering Face Piece).

1. Mund-Nasen-Bedeckung

Definition: Bei dieser Art von Mundschutz handelt es sich um einfache Stoffmasken aus Baumwolle, welche den Mund- und Nasenbereich bedecken. Oftmals wird der Begriff der DIY-Masken genutzt, da die Community Masken häufig selbst genäht werden. Verwendet werden handelsübliche Stoffe, welche keinen einschlägigen Normanforderungen entsprechen müssen. Es handelt sich hierbei folglich um kein Medizinprodukt.

Eigenschutz: Es ist keine Schutzwirkung der eigenen Person durch eine Stoffmaske nachgewiesen. Die Maske schützt nicht vollständig vor einem Tröpchenauswurf der Mitmenschen. Der Eigenschutz ergibt sich bei einer MNB indirekt, unter anderem durch die Symbolisierung des „social distancing“ und dem erschwerten, direkten Kontakt zwischen Mund und Hand.

Fremdschutz: Das Tragen einer MNB reduziert die Geschwindigkeit des Atemstroms bzw. des Tröpfchenauswurfs bei Husten oder Niesen und reduziert so den Radius, den eventuelle Viren ohne MNB einnehmen würden. Das Tragen einer MNB dient somit vorrangig dem Schutz der Mitmenschen.

Haltbarkeit: Stoffmasken zählen zu Mehrweg-Masken und können mehrfach verwendet werden. Wichtig ist jedoch, dass die Haltbarkeit und Funktionsfähigkeit wesentlich von der jeweiligen Pflege und Reinigung abhängt. Lies mehr dazu hier. (Link einfügen)

Kosten: Die Kosten sind so vielfältig wie die angebotenen Designs der Community Masken. Der Einstiegspreis einer Maske liegt meist zwischen 4,00€ und 5,00€. Wer aufwendige Muster, Stoffe oder Nähtechniken bevorzugt, kann auch bis zu 50,00€ bezahlen. Wie bei allen Konsumgütern gilt: nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

2. Mund-Nasen-Schutz

Definition: Einen Mund-Nasen-Schutz stellt die klassische OP-Maske dar. Verwendet wird der Stoff „Vlies“, welcher oftmals über eine doppelte Stofflage verarbeitet wird. Diese Art von Mundschutz stellt ein Medizinprodukt dar und unterliegt dem Medizinproduktrecht. Vorrangig werden solche Masken in der Gesundheitsbranche eingesetzt.

Eigenschutz: Die primäre Zweckbestimmung eines MNS ist, ähnlich wie bei der MNB, nicht der Eigenschutz. Bei einem festen Sitz und Beachtung der Anwendungshinweise schützen die Masken zwar den Träger, allerdings nur begrenzt. Die Atemluft wird über die Ränder des MNS angesogen und schützt entsprechend kaum vor erregerhaltigen Tröpfchen des Gegenübers. Das direkte Auftreffen dieser Tröpfchen wird jedoch verhindert.

Fremdschutz: Durch das Tragen eines MNS wird die Exposition (Ausbreitung) von eventuell infektiösen Tröpfchen des Mundschutz-Trägers, auf die sich in unmittelbarer Nähe befinden Mitmenschen, verhindert. In der Praxis wird so vermieden, dass Tröpfchen aus der Atemluft des Behandelnden in offene Wunden der Patienten gelangen.

Haltbarkeit: Bei einem MNS handelt es sich um Einweg-Masken. Das bedeutet, dass die Maske nach einmal Tragen bzw. wenigen Stunden ausgetauscht und entsorgt werden sollte.

Kosten: Die Kosten für eine Maske sind oberflächlich betrachtet niedrig. Die monetären Kosten fangen an bei unter 1,00€. Allerdings benötigen Verbraucher zum einen mehrere dieser Masken und zum anderen verursachen Einweg-Masken viel Abfall.

3. FFP Masken

Definition: Filtrierende Halbmasken, umgangssprachlich auch FFP- oder N95-Masken genannt, sind offiziell getestete Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und haben die Zweckbestimmung, den Träger der Maske vor Partikeln, Aerosole und Tröpfchen zu schützen. Somit weisen diese in Bezug auf den aktuell herrschenden COVID-19 Virus einen verbesserten Schutz als die üblichen Stoffmasken aus, da sie einschlägige Normanforderungen erfüllen müssen. Das Design der FFP-Masken kann differenziert ausfallen. Es gibt Masken ohne Ausatemventil und Masken mit Ausatemventil, welche dadurch ein angenehmeres Tragegefühl gewährleisten. Darüber hinaus sind die FFP-Masken in drei unterschiedliche Schutzklassen einzuordnen. Folglich gibt es die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3. FFP-Masken der höheren Schutzklasse besitzen eine verbesserte Filterfunktion und haben folglich eine effektivere Schutzwirkung. Standard ist die N95-Maske, die 95 Prozent aller Partikel aus der Atemluft filtert.

Eigenschutz: Grundsätzlich empfiehlt das Robert Koch Institut (RKI) bei direktem Kontakt mit COVID-19 infizierten Personen das Tragen von FFP-Masken mit einer Schutzstufe von mindestens 2. FFP2- und FFP 3-Masken schützen somit den Träger relativ zuverlässig vor Viren. Diese Schutzmasken filtern kleinste Tröpfchen oder Aerosole aus der Luft und bieten somit einen vollumfänglichen Eigenschutz. Dieser ist sowohl bei der FFP-Maske mit Ausatemventil als auch bei der FFP-Maske ohne Ausatemventil gewährleistet.

Fremdschutz: Bei der Effektivität des Eigenschutzes kann zwischen FFP-Masken mit und ohne Ausatemventil nicht unterschieden werden. Dies ist allerdings nicht auf den Fremdschutz zu übertragen. Masken ohne Ventil filtern sowohl die eingeatmete Luft als auch die ausgeatmete Luft und bieten daher sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz. Masken mit Ventil filtern jedoch nur die eingeatmete Luft und sind daher nicht für den Fremdschutz ausgelegt.

Haltbarkeit: In Bezug auf die Haltbarkeit und der Wiederverwendbarkeit der FFP-Masken kann ebenfalls keine allgemeingeltende Aussage getroffen werden. Jede FFP-Maske besitzt eigene Eigenschaften, diese unterscheiden sich jeweils in der Haltbarkeit der Maske. Grundsätzlich kann zwischen FFP-Masken mit der Kennzeichnung „R“ und FFP-Masken mit der Kennzeichnung „NR“ unterschieden werden. Die Kennzeichnung „R“ steht für „reusable“. Somit zeichnet diese Kennzeichnung Schutzmasken aus, die wiederverwendbar sind. Allerdings ist es wichtig diese Art von FFP-Masken nach der Benutzung gründlich zu desinfizieren und zu reinigen. Wir das geht, siehst du hier. (Link einfügen) Die Kennzeichnung „NR“ steht hingegen für „non reusable“. Masken mit dieser Kennzeichnung sind somit nicht wiederverwendbar und nur für das einmalige Tragen geeignet.

Kosten: Die Preisspanne für eine FFP-Maske ist ähnlich breit gefächert wie dies bei den anderen Schutzmasken der Fall ist. Einerseits spielen die Kriterien Qualität und Schutzstufe eine große Rolle, andererseits ist es auch entscheidend bei welchem Anbieter eine FFP-Maske gekauft wird. Leider nutzen mehrere Anbieter die aktuelle Notsituation der Corona-Pandemie aus und bieten die FFP-Masken zu sehr hohen Preisen an. Somit lässt sich die Preisspanne auf bis zu 300€ ausweiten. Allerdings ist es auch möglich eine qualitativ ausreichende FFP-Maske für unter 10€ zu erhalten. Dies ist vor allem in lokalen Apotheken möglich.

Fazit: Alle Arten eines Gesichtsmaske helfen dabei, der Ausbreitung des COVID-19 Virus entgegenzuwirken – direkt und indirekt. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass FFP-Masken sowie ein MNS dem medizinischen und pflegerischen Personal vorbehalten sind. Deshalb empfiehlt unter anderem das RKI das Tragen einer MNB im Privatgebrauch. Mit einer Alltagsmaske kann jeder zu einem Helden werden und sowohl seine Mitmenschen als auch die Pfleger/innen und Ärzte/innen schützen!

Quellen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (31.03.2020). Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken, medizinischen Gesichtsmasken, sowie filtrierenden Halbmasken im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Abgerufen am 05.05.2020, online verfügbar unter: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Robert Koch Institut (27.04.2020). Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll? Abgerufen am 10.05.2020, online verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html

Robert Koch Institut (07.05.2020). Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19. Abgerufen am 09.05.2020,https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/19/Art_02.html

Robert Koch Institut (24.04.2020), Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 Aufgerufen am 11.05.2020, online verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

online verfügbar unter: World Health Organization (o.J.). Coronavirus disease (COVID-19) advice for the public: When and how to use masks. Abgerufen am 10.05.2020, online verfügbar unter: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/when-and-how-to-use-masks

Bayrischer Rundfunk 24 (14.04.2020), Coronavirus: FFP-Maske, Nase-Mund-Schutz oder selber machen? Abgerufen am 10.05.2020, online verfügbar unter: https://www.br.de/nachrichten/wissen/coronavirus-ffp-maske-nase-mund-schutz-oder-selber-machen,RvTq9nC

Moldex Europe, Know-how: Schutzstufen: FFP1-Masken, FFP2-Masken, FFP3-Masken Abgerufen am 11.05.2020, online verfügbar unter: https://www.moldex-europe.com/de/moldex-know-how/schutzstufen-ffp1-masken-ffp2-masken-ffp3-masken

MaskRadar-Team stellt sich vor: Anja macht Öffentlichkeitsarbeit

Name: Anja Kühner

Beruf: Freie Wirtschaftsjournalistin (ehemals Redakteurin bei Handelsblatt, Wirtschaftswoche, Welt am Sonntag), Fachjournalistin des Jahres 2014

Ort: Düsseldorf

Anja Kühner

Warum ich bei MaskRadar mitmache

Mein größtes Hobby ist das Reisen und ich habe viele Freunde weltweit. Mit einer Bekannten aus China unterhalte ich mich seit Jahren über Gesichtsmasken. Sie fragt sich schon immer, warum wir Europäer erkältet rausgehen, ohne eine Maske zu tragen. Wir sind dann wahre Virenschleudern und stecken unsere Mitmenschen an. In Düsseldorf lebe ich quasi im japanischen Viertel – hier sind maskentragende Asiaten im Straßenbild vor allem im Winterhalbjahr keine Seltenheit. Je näher die Corona-Pandemie an Deutschland kam, umso klarer wurde mir, dass sich hier ein Bewusstseinswandel anbahnen muss – und ich gerne meinen kleinen Teil dazu beitragen möchte, dass wir in Zukunft rücksichtsvoller weil Masken-tragend miteinander umgehen. Masken gehören nicht nur zum Karneval.

Wie ich mich bei MaskRadar engagiere

Als Journalistin habe ich beispielsweise das Interview mit dem Virologen Ingo Drexler geführt, schreibe die Blog-Beiträge und gestalte die Presse- und Medienarbeit maßgeblich mit.

Mein (Lebens-)Motto

Nicht motzen, sondern (besser) machen

Webseite: www.anjakuehner.de

Und als Zweitjob Stadtführerin in Düsseldorf: www.duesseldorf-entdecken.de

MaskRadar-Team stellt sich vor: Anna und der Corona-Bot

Name: Anna Schmitt

Job: Marketing Director, Solvemate

CMO, MaskRadar

Ort/Land: Berlin, Deutschland

Wie ich mich bei MaskRadar engagiere

Ich bin bei MaskRadar für das strategische Marketing zuständig. Dabei gibt es ständig einen anderen Fokus, da momentan noch viele Bereiche im Aufbau sind. Mit meiner Produkt- und Marketing-Erfahrung innerhalb internationaler Start-ups in Berlin kann ich gute Impulse einbringen. Außerdem kannte ich durch meinen Arbeitgeber Solvemate unseren Corona-Bot beisteuern – einen auf die Corona-Thematik spezialisierten und mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Chatbot. Der Corona-Bot kann sehr leicht in jede Webseite und App integriert werden – und so beantwortet er auch bei MaskRadar die Fragen der Nutzer rund um das Coronavirus.

Warum ich bei MaskRadar mitmache

Rosa ist eine gute Freundin, seit wir vor etlichen Jahren bei WPP zusammengearbeitet haben. Ich vertraue ihrer Erfahrung und ihrem Instinkt, weshalb ich keine Sekunde an der MaskRadar-Idee gezweifelt habe. Außerdem macht die Zusammenarbeit mit ihr einfach sehr viel Spaß, was ein ganz wichtiger Aspekt für mich ist. Dazu kommt die aktuelle Situation: Gerade zu Beginn war die Krise mit den einhergehenden Kontakteinschränkungen herausfordernd für uns alle und es war toll, sich nicht darauf zu konzentrieren, sondern aktiv auf ein Ziel hinzuarbeiten, das dazu noch eine positive Auswirkung auf die Gesundheitskrise sowie die wirtschaftliche Situation betroffener Menschen haben kann. 

Mein (Lebens-)Motto

Seize the day! Ich bin eher ein im Moment lebender Mensch und daher gehe ich jeden Tag mit der gleichen Neugierde an und sehe ihn als den Beginn unendlicher Möglichkeiten. Daher fühle ich mich oft sehr frei, da ich eher Chancen sehe als Probleme. Eine hoffentlich gute Voraussetzung für ein solches Projekt!

Annas Profil im Internet:

https://www.linkedin.com/in/anna-schmitt-a2a5292b/

Das MaskRadar-Team stellt sich vor: Initiator Anton

Name: Anton Klotz

Hauptjob: University Program Manager bei Cadence Design Systems.

Nebenjob: Co-Founder von MaskRadar Initiative

Ort/Land: München / Deutschland

Wie ich mich bei MaskRadar engagiere

Vor 10 Jahren hatte ich ein Startup mit dem Namen Sparradar. Der Business Case war etwas anders, aber die Idee war die gleiche: Den Konsumenten zu informieren, dass und wo die von ihm gewünschten Produkte in seiner Nähe zu bekommen sind. Deswegen können viele Ideen und Erfahrungen aus Sparradar in MaskRadar einfließen. Ich halte momentan die IT am Laufen und schreibe die Specs für die Webseite.

Warum ich bei MaskRadar mitmache

Jede Idee braucht ihre Zeit. Damals war Sparradar wohl eine Idee zur falschen Zeit. Jetzt ist genau die richtige Zeit, einen lokal-basierten Produktfinder zu launchen, weil er genau die Bedürfnisse der Menschen anspricht. Außerdem tut es gut, wieder in einem Team mit Professionals zu arbeiten, die räumlich verstreut sind, aber alle am selben Strang ziehen. Dabei erneuere ich auch meine IT-Kenntnisse, die doch etwas eingerostet sind.

Mein (Lebens-)Motto

Alles ist relativ

https://www.linkedin.com/in/anton-klotz-1970b93/

Face Mask Facts – Interview mit dem Top-Virologen Prof. Dr. Ingo Drexler

English version – see below

Wissenswertes rund um Mund-Nase-Masken

Prof. Dr. med. Prof. Dr. med. Ingo Drexler, stellvertretender Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, antwortete auf die Fragen von MaskRadar:

Prof. Dr. med. Ingo Drexler
Prof. Dr. med. Ingo Drexler

Wer sollte Mund-Nasen-Masken tragen?

Jeder, der Kontakt zu Menschen außerhalb seines Haushalts hat. In der Öffentlichkeit sollte sich jeder wie ein Infizierter verhalten, der andere anstecken kann, und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das bringt mehr Sicherheit für alle und ist eine Geste der Höflichkeit.

Es gibt drei unterschiedliche Maskenarten: Partikelfilter-Masken, OP-Masken und geschneiderte. Welche Maske ist für wen empfehlenswert?

Das kommt auf die Situation des Trägers an.

– Wer eine Infektion nicht ausschließen kann, und das sind alle Menschen, die nicht nachweisbar eine Infektion hatten und wieder geheilt sind, dem ist das Tragen einer OP-Maske (Mund-Nase-Maske) dringend angeraten. So minimiert der Träger das Infektionsrisiko für sein Umfeld beträchtlich.

– Geschneiderte Masken reichen an die Filterwirkung einer OP-Maske nicht heran, da sie unter anderem aus groberem Stoff bestehen. Bei einer feuchten Aussprache oder einem akuten Hustenanfall bieten aber auch sie eine gewisse Barriere, die das Gröbste abfängt. In jedem Fall ist ihr Tragen besser als gar keine Maske.

– FFP2/3-Masken filtern beim Einatmen fast alle Partikel und Viren aus der Atemluft. Sie schützen den Träger und sind ideal und vorrangig für den beruflichen Einsatz in einem Umfeld mit infektiösen Stoffen, beispielsweise im Krankenhaus. Auch Menschen aus Hochrisikogruppen können zum Eigenschutz FFP2-Masken tragen. Beim Ausatmen entweicht jedoch ein Großteil der Luft zur Seite. Ist der Träger selbst infiziert, so verbreitet er trotzdem ungehindert seine Viren.

Weshalb sind Mund-Nase-Masken empfehlenswert, obwohl sie Viren durchlassen?

Es geht um mehr als das Abfangen der Tröpfchen in der Atemluft. Masken bilden eine mechanische Barriere. Wer eine Maske trägt, kann sich keine Viren, die er vorher von Türgriffen oder Bargeld, Aufzugknöpfen oder Treppengeländern auf seine Hände aufgenommen hat, ins Gesicht reiben. Statt dessen landen sie auf dem Stück Stoff.

Eine Maske ist auch eine psychologische Barriere. Die ungewohnte Maske unterbricht unbewusste Bewegungen und der Träger fasst sich nicht so häufig ins Gesicht. Er hält mehr Abstand zu anderen ein. Eine Maske signalisiert anderen Menschen, dass sie Abstand halten sollen und macht den Ernst der allgemeinen Situation bewusster.

Wann sollten Privatpersonen sinnvollerweise Masken tragen?

Nicht sinnvoll ist es, wenn man sich in den eigenen vier Wänden aufhält, es sei denn, es lebt eine Person mit erhöhtem Infektions- und Erkrankungsrisiko im Haushalt. Auch bei einem Aufenthalt im Freien mit genügend Abstand zu anderen Menschen braucht man keine Maske oder kann sie zwischenzeitlich abnehmen.

Wer in einem Mehrparteien-Mietshaus lebt, ist einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Er sollte vor dem Verlassen der Wohnung eine Maske anlegen. Treppenhäuser und Aufzüge bieten reichlich Flächen, auf denen Viren länger überleben können. Aufzugknöpfe kann man zum Beispiel mithilfe eines Schlüssels oder durch den Jackenärmel bedienen. Das hilft der Person selbst, weil sie sich so keine Viren „einfängt“, aber ebenso allen anderen, weil man im Falle einer Infektion nichts verbreitet. Bei der Rückkehr nach Hause sollte man sich nach dem Ablegen der Maske zuallererst gründlich die Hände waschen, weil trotzdem Viren an der Maske sein können. Wer unterwegs die Maske abnehmen muss, sollte sich zuerst die Finger mit Handdesinfektionsmittel säubern und dann erst die Maske unter das Kinn schieben.

Wie klappt das mit dem Atmen unter einer Maske am besten?

Am besten ist es, ganz ruhig und gleichmäßig durch die Nase ein- und auszuatmen. Wird durch den Mund ausgeatmet, dann beschlagen möglicherweise Brillen.

Wie häufig sollte eine Maske gewechselt werden?

Mundschutz sollte ein- bis zweimal täglich gewechselt werden. So reduziert sich das Risiko, dass daran aufgetragene Viren unbeabsichtigt weitergegeben werden, beispielsweise von der Maske wieder auf die Finger und so an Türgriffe etc. gelangen.

Wie entsorge ich eine getragene Maske korrekt?

Eine OP-Maske besteht aus natürlichen Materialien (Zellstoff, Metalldraht, Gummibänder). Getragene Masken sind über den normalen Hausmüll zu entsorgen. Selbstgenähte Masken aus Baumwollstoff können mehrfach verwendet werden, wenn sie bei 60 Grad gewaschen werden. Allerdings kann sich bei wiederholtem Waschen die Durchlässigkeit erhöhen.

Sind Schutzmasken nicht schädlich fürs Klima?

Aufgrund der natürlichen Materialien entstehen bei der Herstellung keine schädlichen Emissionen. Für die CO2 -Bilanz liegt der Unterschied vor allem beim Transport. Normalerweise werden Masken in Containern per Schiff transportiert, da ist die Umweltbelastung durch eine einzelne Maske zu vernachlässigen. Werden sie jetzt per Flugzeug aus China um die Welt geflogen, ist die Umweltbelastung natürlich höher. Aber auch hier fliegt ja kein Flugzeug nur mit einer handvoll Masken, sodass die medizinischen Vorteile in der aktuellen Risikosituation die Auswirkungen auf die Umwelt bei weitem überwiegen.

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Prof. Dr. Ingo Drexler Vice Director of the Institute of Virology at University Hospital Düsseldorf, speaks to MaskRadar:

Who should wear face masks?

Anyone who comes into contact with people outside their own household. When in public, everyone should behave as if they are infected and could infect other people, therefore advisable to wear a face mask. This ensures more protection for everyone and is also the socially correct thing to do.

There are three different types of masks available: particle-filtering masks; surgical masks; and homemade masks. Which type would you recommend and for whom?

– People who cannot rule out being infected, which includes all people who cannot prove they have been infected and recovered, should wear a surgical mask (one that covers the mouth and nose). By doing so, you minimise the infection risk in your surroundings.

– Homemade masks do not have the same filter effect as surgical masks since they are usually made of a porous material. However, homemade masks do serve as some kind of barrier and will capture the worst of moisture droplets ejected from speaking or acute coughing. Wearing a homemade mask is definitely better than not wearing a mask at all.

– FFP2/3 masks filter nearly all particles and viruses out of the air when you inhale. They protect the wearer and are ideal for and should primarily be used by those working in an infectious environment such as hospitals. People classified within high-risk groups can also wear FFP2 masks to protect themselves. When you exhale into these masks, however, a large amount of air escapes around the side. If the wearer is already infected, this will contribute to an unhindered spreading of the virus.

Why are face masks recommended even though they let viruses through?

There is more to it than just curbing the spread of droplets by breathing. Face masks create a mechanical barrier. If you’re wearing a face mask, you can’t transfer viruses that you picked up from touching door handles, cash, lift buttons or handrails from your hands to your face. Instead, they end up on a piece of cloth.

A mask also serves as a psychological barrier, which interrupts unconscious movements, meaning wearers may not touch their face as often and can keep their distance from other people more easily. A mask also serves as a signal to other people that they should keep their distance from you and emphasises the serious nature of the overall situation.

When does it make sense for members of the public to wear masks?

It doesn’t make sense if you are at home unless there is someone in your home with a heightened risk of infection or disease. Equally, when you are outside with sufficient distance from other people, you do not need a mask, or you can take it off temporarily.

People who live in a rented building with communal areas are at increased risk of exposure and should put on a mask before leaving their apartment. Staircases and lifts have lots of surfaces where viruses can survive for a long time. You can press the lift button with a key or your jacket sleeve. That will help you not to pick up viruses but also helps everyone else because you won’t be spreading the infection. After getting home and taking off your mask, you should wash your hands thoroughly because there may be viruses on the mask. If you need to take your mask off while you are out and about, you should first clean your fingers with hand sanitizer, then push the mask under your chin.

If you’re wearing a mask, how is it best to breathe?

Calmly and steadily. You should also breathe in and out through your nose. If you breathe out through your mouth, your glasses may fog.

How frequently should a mask be changed?

Face masks should be changed once or twice a day. This reduces the risk that any viruses on the masks are accidentally spread, for example from the mask onto your fingers and then onto door handles, etc.

How should I correctly dispose of a mask I have worn?

A surgical mask is made of natural materials (pulp, metal wire, rubber). Masks that have been worn can be disposed of with normal household waste. Homemade cotton masks can be reused if they are washed at 60C. However, repeated washing can increase the permeability of the mask.

Are face masks damaging to the environment?

Because the masks are made of natural materials, there are no damaging emissions during manufacture. The main carbon emissions occur during transport. Masks are normally transported on container ships, making the environmental impact of a single mask negligible. If masks are now flown from China to other countries around the world, the environmental impact will of course be higher. However, planes are not flying with just a handful of masks and, as such, the medical advantages in the current risk situation far outweigh the environmental impact.

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Das Interview führte Anja Kühner im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für MaskRadar telefonisch.

Vielen Dank an Thandi Allen und Birgit Piegeler von Evident Language für die kostenlose Übersetzung des Interviews ins Englische.

Kreative Masken Marke Eigenbau

Immer mehr Menschen überlegen sich, wie sie an Masken kommen. Die professionellen Mund-Nase-Masken – auch OP-Masken genannt – überlassen wir dabei gerne den Profis. Viele Normalbürger beweisen gerade enorme Fantasie beim Herstellen von Gesichtsmasken. Hier unsere Top-5-Favoriten:


Gerade bei Vielreisenden finden sich häufig Schlafmasken – Airlines haben sie zum Teil kostenlos verteilt:

Aus einem T-Shirt lässt sich in zwei Minuten eine Maske „schneidern“ – einfach und auch für Leute mit zwei linken Händen zu schaffen 🙂
Der Tipp kommt von Jeremy Howard, einem Forscher im Bereich Künstliche Intelligenz.

Die Herstellungsanleitung beginnt ab Minute 6:20 (Video auf Englisch)


Auch das Vlies einer Babywindel bietet offensichtlich eine Grundlage für eine Gesichtsmaske:



Praktisch denken und Unterhosen verwenden: Herren-Boxershort

https://www.youtube.com/watch?v=eARhxOhqqws

Aus Italien kommt der Vorschlag, Backpapier als Basis zu verwenden:

(auf Italienisch)



Gerne könnt ihr weitere kreative Ideen zum DIY-Masken-Basteln in den Kommentaren posten 🙂